Age of Unreason

Zum Auftakt der Europa Tournée und in der Nacht vor dem Album Release  zu Age of Unreason haben Bad Religion die Münchner Muffathalle bespielt.

Das Age of Unreason Album, das am 3. Mai veröffentlicht wurde nimmt sicher seinen Weg und ist eine hervorragendes Stück Arbeit mit der richtigen punk Attitude für eine Zeit der politischen Unvernunft. Unsere Kinder werden uns später sicher fragen was wir damals gemacht haben – Ein erster Schritt: Besuch des Bad Religion Konzerts!

Was soll man zum Auftritt in der Muffathalle sagen: die Band und das münchner Publikum haben vermutlich ihr Bestes gegeben. Nach einer Stunde, gespickt mit eingien Klassikern und ersten politische Botschaften gegen das Regime des Milliardärs von Donald T. gab es zunächst eine ungewohnte Verschnaufpause unserer altvorderen Punk Idole. Mit 30+ Bühnenjahren fast nachvollziehbar, aber von Lemmy kannten wir vergleichabres nicht und auch Slyer halten in hohen Jahren noch 2 Std. auf der Abschiedstoure durch. Vielleicht hatte man sich dabei aber auch für das Endspiel abgestimmt?

Nach der kleinen Auszeit gab es dann die nächsten Klopper von Generator, Automatic Man und Anastacia, bevor man irgendwann in einen schnellen Rhythmus eher unbekannter Songs verfallen ist um dann urplötzlich von der Bühne abzutreten. Ohne Zugabe, einfach Licht an heimgehen … „We were scares shitless“ würde ich da mal die alte Woodstockplatte zitieren. Der Punkrock Song blieb leider ungespielt.

Leider war das Publikum in München auch selbst etwas schwer zu bewegen. Es wird vermutet das die SZ zu viele intellektuell verkopfte Beuscher mit angelesenem Politwissen ausgesendet anstatt Altpunks mit Bewegungsdrang und Lust auf Party in den Zielppublikumsfocus zu nehmen? Evtl hatten die Jungs auf der Bühne eventuell desswegen irgendwann die Lust verloren? Spätestens ab Mitte der Muffathalle war Bewegen seitens der SZ offensichtlich verboten. Wer es dennoch tut musste sich schon mal dem Grant der fusslahmen Nachbarn gefallen lassen.

Fazit: Viele der knackig kurzen Lieder waren da und haben Spaß gemacht. Sound, Musiker und auch Sänger waren gut, wenn auch etwas die Bewegung fehlt. Lediglich das Gesamtpaket hatte etwas unrundes und lässt sich allerhöchstens auf den Tourstart schieben und eine mangelde Routine – zu beiden Seiten der Bühne.



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